Aktivitäten des Vereins

 

Begeisterung pur bei allen Teilnehmern am Jahresausflug 2016 des Gartenbau- und Verschönerungsverein Kommern. Es war eine Tour nach Maß!

Bei strahlendem Sonnenschein begann die Fahrt zum Kastanienhof in Mönchengladbach. Dort erwartete die Ausflügler ein opulentes Frühstück. Also die beste Voraussetzung für einen erfolgreichen Tag.

Gestärkt und bei bester Laune ging die Fahrt nach Roermond. Eine Stadt voller Atmosphäre, reich an Kulturgeschichte, mit einem Zentrum, das zum Shopping einlädt und in einzigartiger Lage am Seengebiet der ‚Maasplassen’. Das Stadtbild steht unter Denkmalschutz und ist reich an Relikten einer langen Geschichte. Die Innenstadt beherbergt einen Schatz historischer Bauten, wie zum Beispiel Kirchen und alte Handelshäuser. Beherrscht wird das Stadtbild von der Sankt Christoffel-Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert, die zusammen mit der aus dem 13. Jahrhundert datierenden Münsterkirche Wahrzeichen der Stadt sind. Daneben sind das aus dem Jahre 1700 stammende ‚Stadhuis’ (dem Rathaus), wie auch die im 15. Jahrhundert erbaute ‚Minderbroederskerk’ (Minoritenkirche) sehenswert.

Durch das Designer Outlet Centre Roermond wurde das Shoppingangebot noch erweitert. In diesem, vom Parkplatz leicht zu Fuß erreichbares Einkaufsparadies, werden Weltmarken und angesagte Designerlabels das ganze Jahr über mit attraktiven Rabatten angeboten. Von dort aus war das Stadtzentrum leicht erreichbar.

Eine Veteranenparade zog durch die Stadt.

Um 14.00 Uhr startete eine Bootsfahrt durch das unmittelbar vor den Toren der Maasstadt liegende ausgedehnte Seeengebiet von gut 3000 Hektar: die ‚Maasplassen’, eine Kette zahlreicher kleiner und großer, malerisch in die weite, grüne Landschaft gebetteter Wasserflächen. Sie sind ein wahres Eldorado für aktive Wassersportler, Angler, Sonnenanbeter, Schwimmer und Naturfreunde. Mit seinen verschiedenen Stränden, Yachthäfen und Campingplätzen lässt dieses Gebiet keine Freizeitwünsche offen.

Wenn auch ein Regenschauer die Aussicht auf die Schönheit dieser Seenlandschaft beeinträchtigte, an der guten Laune der Teilnehmer tat dies keinen Abbruch.

Viele Teilnehmer nutzten nach der Bootsfahrt die Gelegenheit zu einem Bummel durch die Altstadt und besuchten Kirchen. Andere begeisterte das Outlet Center.

Um 18.00 Uhr war Abendessen im Mühlrater Hof am Hariksee angesagt. Auch hier wurden die Ausflügler mit Essen vorzüglich bedient und der Tag konnte bei guten Getränken und fröhlichen Gesprächen ausklingen.

Gegen 20.30 Uhr trat eine vom Ausflug begeisterte Gesellschaft die Heimreise an. Für alle war es ein Ausflug nach Maß!

 

 

 

Der Gartenbau- und Verschönerungsverein Kommern hatte zum Erntedankfest geladen und alle kamen.

Als Dank für die gute und reiche Ernte des Jahres veranstaltete der Gartenbau- und Verschönerungsverein Kommern am 19. September 2015 sein traditionelles Erntedankfest.
Mit den Kindern der Kath. Grundschule Kommern wird einige Tage vor dem großen Fest der Erntekranz gebunden. Wie in jedem Jahr waren die Kinder mit Eifer bei der Sache. Diese enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein ist ein Teil des Ganztags-Schulbetriebes.

Nicht nur beim Binden der Erntekrone haben die Kinder geholfen, sie trugen auch am Erntebaum ihre Gedichte auf.

Wenn der Erntebaum aufgestellt ist, werden die Feldfrüchte feierlich im ökumenischen Sinne gesegnet. Erst nach diesem geistlichen Segen beginnt das eigentliche Erntedank- und Kartoffelfest.

Die Bevölkerung, mit ihren Freunden und Gönnern zeigte ihre Verbundenheit mit dem sehr fleißigen und rührigen Verein. Die Zelte waren bis tief in den Abend voll besetzt. Diese Resonanz ist der schönste Lohn, der schönste Dank für die das ganze Jahr über geleistete Arbeit das Gartenbau- und Verschönerungsverein Kommern.

 

 

Am 20. Juni 2015 startete der Gartenbau- und Verschönerungsverein Kommern mit 54 Personen seinen Jahresausflug nach Limburg an der Lahn.

Zum ersten Mal hatte der Verein seine Ausflugsfahrt an einem Samstag angeboten. Und, der Vorstand sollte Recht behalten; die Fahrt wurde bombig angenommen.

Bei der Abfahrt war der Himmel trübe, aber die Stimmung im Bus war gut. Der Vorsitzende Peter Hein begrüßte die Gäste und wünschte allen einen schönen, sonnigen Tag. Johannes Ley führte nach gewohnter Manier durch das Programm.

Über die Ahrtalbrücke, die mit 54 m Höhe und 1521 Länge die größte Brücke der A 61 ist, führte der Weg durch die östliche Vulkaneifel mit ihren über 100 Schlackekegelvulkane. Der größte dieser Vulkane ist der Laacher-See. Die Geowissenschaftler vermuten, dass der Vulkan im Laacher See nur ruht und nicht erloschen ist.

In der ehemaligen Königsbacher Brauerei in Koblenz war der Frühstücktisch gedeckt.
Anschließend ging die Fahrt nach Sayn, wo wahlweise ein kostenloser Besuch des Schmetterlingsparks oder des Sayner Schlosses angeboten wurde. In der Schlosskapelle im „Goldenen Altar“ ist ein mittelalterliches Armreliquiar mit Reliquien der heilen Elisabeth von Thüringen aufbewahrt.
Beide Besuchergruppen waren von ihren unterschiedlichen Exkursionen begeistert.

Weiter ging die Fahrt nach Limburg. Limburg ist im wahrsten Sinne des Wortes „eine Reise wert“.

Die Gartenbauer wurden von zwei kompetenten Reiseführerinnen empfangen und mit interessanten Geschichten zur Historie durch die Altstadt geführt. Im Jahr 910 wurde Limburg unter dem Namen Lintburc erstmals erwähnt. Bereits 1214 erhielt Limburg die Stadtrechte. Der wichtige Handelsweg verband im Mittelalter die Städte Antwerpen, Köln, Frankfurt, Nürnberg und Regensburg und führte weiter bis Byzanz.
Das Wahrzeichen der Stadt ist der Limburger Dom; errichtet um 1200.
Ein verheerender Brand vernichtete am 14. Mai 1289 weite Teile der Altstadt. Im Zuge des Wiederaufbaus entstanden die ältesten Limburger Häuser, wie zum Beispiel der Römer 1, ein Burgmannenhof aus dem Jahre 1296 und der Römer 2-4-6 im Jahre 1289. Beide gehören damit auch zu den ältesten Fachwerkhäusern Deutschlands.
Limburg blieb im Gegensatz zu vielen anderen Städten das gesamte Ensemble mittelalterlicher Bebauung fast unversehrt erhalten. Aus diesem Grund steht heute der ehemals ummauerte Stadtkern zwischen St. Georg-Dom, Grabenstraße und der Alten Lahnbrücke als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.
Limburg hat viele handwerksbezogene Straßen und Marktplätze. Von besonderer Bedeutung ist das „Haus der Sieben Laster“. Sieben kunstvoll geschnitzte Holzköpfe symbolisieren die sieben Hauptlaster des Christentums. Ein herausragendes Merkmal dieses Haus, am ursprünglichen Schuhmarkt gelegen, sind die geschnitzten Fratzen am Deckenbalken über dem Eingang zum Museum. Durch diese Köpfe, interpretiert als die biblischen "sieben Laster" (Hochmut, Neid, Unkeuschheit, Unmäßigkeit, Zorn, Trägheit und Geiz) wurde dieses Haus bekannt und berühmt. Die Köpfe wurden wahrscheinlich ursprünglich zur Abwehr böser Geister beim Umbau oder Neubau des Anwesens im Jahre 1567 angebracht.
Weitere, interessante Häuser sind der Burgmannshof, Römmer 1,
Hallenhaus Haus Kleine Rütsche 4, es steht an der engsten Stelle der Stadtdurchfahrt auf dem alten Handelsweg Flandern – Köln – Frankfurt – Byzanz.
Eine Hinweistafel mit den Maßen der Straßenbreite in Limburg steht in Köln am Heumarkt.
Walderdorffer Hof, Fahrgasse 5
Steinernes gotisches Hallenhaus, Fischmarkt 1
Ehemaliges Rathaus am Fischmarkt 21

Alle Mitreisende waren von der Stadtführung tief beeindruckt, denn geschichtlich hat Limburg an der Lahn viel zu bieten.

Wer über alle Teile des Bischofshauses inkl. der ehemaligen Wohnung des Bischof Tebartz-van Elst mehr erfahren möchte, der klicke bitte folgenden Link an:

http://www.limburg-entdecken.de/aktuell.html#bischofshaus1

Es wird in Bildern der gesamte Bischofssitz, einschließlich Privaträume mit Badewanne usw. gezeigt.

Limburg ist eine historisch sehr interessante Stadt, die man mehrfach besuchen kann.

In lockerer, fröhlicher Runde und bei gutem Essen fand der Ausklang im Brauhaus, Bad Neuenahr statt.

Alle Teilnehmer waren von der gut organisierten, informativen und gemütlichen Fahrt begeistert. Ein derartiges Lob ist der beste Lohn für den rührigen Vorstand.

 

 

 

Mit großem Eifer gingen die Kinder der Pflanzgruppe der Katholischen Grundachule Kommern am 20. Mai 2015 ans Werk. Es waren wieder die Blumenkästen für die Kommerner Brücken mit Geranien zu bepflanzen.

Unter fachlicher Leitung des Gärtners und Ehrenvorsitzenden Engelbert Felser brachten die Kinder die Blumenerde in die Töpfe, gaben Hornspäne als Dünger hinzu und setzten die Geranien ein. In der Erde wühlen war natürlich eine große Gaudi für die fleißigen Helfer. Lustig und fröhlich spornten sich die Kinder gegenseitig an.

„Als Teil der Ganztagsschule übernimmt der Gartenbau- und Verschönerungsvereine Kommern mit der Blumenpflanzaktion eine wichtige erzieherische Aufgabe“ wusste Willy Gemünd, Rektor der Schule, zu berichten. „Denn das was die Kinder gepflanzt haben, finden sie im Laufe des Jahres immer wieder auf den Kommerner Brücken als einen Teil ihrer Arbeit. Das macht die Kinder stolz und sie gehen pfleglich mit den Blumen um“.

Auch die Klassenlehrerin Anne Heinrichs berichtete, dass sich die Kinder das ganze Jahr auf die Blumenpflanzaktion und das Binden der Erntekrone freuen.

Wenn die Blumenkästen gegossen werden, macht das den Kindern den größten Spaß. Dabei werden natürlich auch die Erwachsenen nicht verschont.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass das gemeinsame Werk von Vandalismus verschont bleibt. Die Kommerner Grundschüler, für die es nach getaner Arbeit erst mal ein Eis gab, werden darauf sicher ein wachsames Auge haben.

 

 

 

 

 

 

 

Der Gartenbau- und Verschönerungsverein Kommern und die Katholische Grundschule Kommern haben sich mit einer großen Pflanzaktion dafür stark gemacht, dass ihr Dorf noch schöner wird. Mit jeder Menge Blumenkästen, Blumenerde, Geranien und Petunien waren der Kommerner Ortsvorsteher und erste Vereinsvorsitzende Johannes Ley und seine Truppe auf dem Schulhof aufgelaufen, um mit den Kindern gemeinsam die Blumenkästen zu bepflanzen, die anschließend nicht nur auf dem Schulhof, sondern im ganzen Ort verteilt werden sollten. Grundschulleiter Willy Gemünd erklärte: „Die Aktion zeigt nicht nur, dass wir ein Teil des Ortes sind, sondern auch, dass wir uns für Kommern engagieren.“ Zudem, so Gemünd weiter, fühlten die Kinder sich so verantwortlich für „ihre“ Blumenkästen und achteten auf den Schmuck in den Straßen. Je acht Schüler aus den Klassen 1c und 4b gehörten zum Pflanztrupp und gingen mit Begeisterung ans Werk. Klassenlehrerin Anne Heinrichs bestätigte: „Die Kinder freuen sich jedes Jahr auf diese Aktion. Genauso, wie auch auf das Binden der Erntedankkrone im Herbst.“ Unter der fachlichen Anleitung von Engelbert Velser, Ehrenmitglied im Gartenbau- und Verschönerungsverein, füllten die Nachwuchsgärtner die Blumenkästen mit frischer Erde. Damit alles gut anwächst, gab’s eine Prise Hornspäne dazu, und schließlich konnten die insgesamt 100 Blumen eingesetzt werden. Dann galt es nur noch, die jungen Pflanzen ordentlich zu gießen, auch das übernahmen die Kinder selbst. Seit 2002 bepflanzen die Vereinsmitglieder gemeinsam mit den Grundschülern in jedem Frühjahr die Blumenkästen, die danach im gesamt Ort aufgestellt und aufgehängt werden. Ob an Heiligenhäuschen, auf dem Marktplatz oder an einer der 13 Brücken im Ort – die farbige Blütenpracht verschönert das Ortsbild. Die Kästen, die auf dem Schulhof bleiben, werden auch künftig von den Kindern selbst gepflegt. Bleibt nur noch zu hoffen, dass das gemeinsame Werk von Vandalismus verschont bleibt. Denn leider, so Ley, komme es immer wieder dazu, dass die Blumen aus den Kästen herausgerissen werden oder dass gar der ganze Kasten gestohlen wird. Die Kommerner Grundschüler, für die es nach getaner Arbeit erst mal ein Eis gab, werden darauf sicher ein wachsames Auge haben.  

 

 

Erntedank- und Kartoffelfest in Kommern

Kinder der Grundschule haben die Erntekrone schon gebunden und tanzen einen Reigen

Mechernich-Kommern – Mit dem Aufstellen der Erntekrone am Samstag, 21. September, um 18 Uhr, auf dem Arenbergplatz beginnt in Kommern das Erntedank- und Kartoffelfest. Gegen 18.30 Uhr segnen Pastor Burkhart Möller und Pfarrer Michael Stöhr die Feldfrüchte. Danach tanzen die Kinder der Grundschule Kommern ihren Erntereigen. Reibekuchen und Kartoffelsuppe sind nur zwei von vielen verschiedenen Speisen rund um die Kartoffel.

Die große Erntekrone haben die Kommerner Grundschulkinder bereits gebunden. Begeistert waren die kleinen Helfer bei der Sache und haben den Gartenbau- und Verschönerungsverein wirkungsvoll unterstützt. Anschließend gab es zur Belohnung ein Eis.

Seit der Gründung des Gartenbau- und Verschönerungsvereins im Jahr 1902, mit einigen Unterbrechungen, jedoch nach 1945 jährlich, wird der herbstliche Brauch in Kommern gepflegt. „Eine große Beteiligung der Bevölkerung und der Ortsvereine ist stets der schönste Dank für den in Kommern sehr rührigen Gartenbau- und Verschönerungsverein“, so Ortsvorsteher Johannes Ley.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

Zwischen Tradition und neuen Möglichkeiten

Funktionäre diskutieren in Kommern über die "Zukunft der Vereine"

Kreis Euskirchen/Kommern (pp). Die Resonanz auf den Aufruf zum LEADER-Workshop "Zukunft der Vereine" machte deutlich, wie bedeutend das Thema ist. Mehr als 100 Funktionäre aus den Kreisen Euskirchen und Düren sowie der Städteregion Aachen tauschten sich in der Bürgerhalle in Kommern aus und entwickelten Ideen für den Fortbestand der Vereine.

Bis auf wenige Ausnahmen plagen die Vereine aller Sparten dieselben Sorgen: Vorstandsposten können nur mit Mühe besetzt werden, Mitgliederzahlen schwinden, die Mitglieder werden älter, Nachwuchs bleibt aus. Landrat Günter Rosenke sah in der zunehmenden Individualisierung und im demografischen Wandel die Hauptursachen für diese Entwicklung.

Dabei komme gerade in den Außenorten den Vereinen eine besondere Bedeutung zu, sagte Erster Beigeordneter Thomas Hambach, der die Workshop-Teilnehmer im Namen der Stadt Mechernich in Kommern willkommen hieß. "Das gesellschaftliche Leben auf den Dörfern wird heute fast ausschließlich über unsere Vereine geprägt. Und wenn sich unsere Dörfer nicht zu reinen Schlafstätten entwickeln sollen, ist es wichtig, dieses Leben, die Aktionen im Dorf über die Vereine am Leben zu erhalten", führte Hambach weiter aus.

workshop2

Foto: RH/ProfiPress
Mehr als 100 Funktionäre kamen zum LEADER-Workshop in die Bürgerhalle nach Kommern, um über die "Zukunft der Vereine", so das Thema, zu diskutieren.

workshop1

Foto: RH/ProfiPress
"Das muss nicht so sein", konstatierte Professor Christoph Hebel von der Fachhochschule Aachen zur schwierigen Situation der Vereine.


„Zukunft der Vereine“

Vorständen wird eine Menge abverlangt

workshop2

Foto: RH/ProfiPress
Die Köpfe zusammengesteckt haben Vertreter der Vereine, um deren Zukunft zu sichern. (Fotos: Mager)

Fast alle Vereine haben Probleme: von der mangelnden Bereitschaft, Vorstandsarbeit zu übernehmen, bis hin zur Gewinnung von Mitgliedern. Dazu kommen Schwierigkeiten, mit denen jeder Verein individuell zu kämpfen hat.  Von Johannes Mager

 

Fast alle Vereine haben Probleme: von der mangelnden Bereitschaft, Vorstandsarbeit zu übernehmen, bis hin zur Gewinnung von Mitgliedern. Dazu kommen Schwierigkeiten, mit denen jeder Verein individuell zu kämpfen hat. Doch eine Welt ohne Vereine? Undenkbar! In ländlichen Regionen wie der Eifel spielen sie eine maßgebliche Rolle für die Lebensqualität in den Orten.

Im Workshop „Zukunft der Vereine“ in der Kommerner Bürgerhalle haben rund 100 Funktionäre aus den Kreisen Euskirchen und Düren sowie der Städteregion Aachen beraten, wie ihre Vereine zukunftsfähig werden und bleiben können. Der Workshop war ein Element des EU-geförderten Leader-Projekts „Aktive Dörfer stärken“, das aus dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hervorgegangen ist.

Ob Sport-, Musik-, Gartenbau-, Bürger- oder Karnevalsvereine – sämtliche Sparten waren in Kommern vertreten. Bevor sich die Interessierten zusammensetzten, referierten vier Vorsitzende von Vereinen, die als gute Beispiele dienen.

Erfahrungen in der Ideen-Entwicklung zur Vereinsstärkung besitzt Martina Rosanski. Mit dem Frankfurter Stadt- und Regionalentwicklungs-Unternehmen „pro regio“ hat sie 2012 die Gemeinde Jossgrund im Spessart begleitet. Jossgrund nahm 2012 am Leader-Projekt „Fit für die Zukunft – Vereinslandschaft im ländlichen Raum“ teil. „Engagierte Bürger machen kleine Orte attraktiver“, so Rosanski. In Jossgrund träfen sich die Vereine zweimal im Jahr zu einer Vereinskonferenz, berichtete sie. Veränderter Arbeitsalltag, Konkurrenz durch Internet, soziale Netzwerke und Fernsehen – die Vereine seien zahlreichen gesellschaftlichen Veränderungen ausgesetzt.

Und dann die Konkurrenz untereinander. „Vereine überschlagen sich mit Festen. Aber die Bündelung von Veranstaltungen ist ein hochemotional belastetes Thema“, so Rosanskis Erfahrung. Hinzu kämen die steigenden Ansprüche an die Administration eines Vereins – etwa bei der Beschaffung von Finanzmitteln („Fundraising“). Ein faszinierendes und funktionierendes Konzept sei das des „Crowdfundings“ (s. Kasten). Der Kreissportbund (KSB) will sich zudem bald mit dem Thema „Crowdfunding“ beschäftigen.

workshop2

Foto: RH/ProfiPress
Ulla Corzelius aus Houverath plädierte dafür, Zugezogene anzusprechen.

Ulla Corzelius, die Vorsitzende des Sportvereins DJK Blau-Weiß Houverath, hat die Erfahrung gemacht, dass man Vorstandsmitglieder gewinnen kann, wenn man Menschen persönlich anspreche. Abgelegt werden müsse die „Scheu“ vor Zugezogenen. Diese seien oft interessiert, trauten sich aber nicht mitzumachen. Die Jugendlichen habe die DJK erfolgreich an den Verein gebunden, indem sie für ihre Mithilfe in Sachen Mehrzweckhalle und Übungsleiter das Taschengeld erhöhten. Die Gewinnung von Übungsleitern sei ein Problem: „Viele scheuen den weiten Weg.“ Bewusst machen müsse man sich, dass „viele den Sportverein nicht mehr als soziales Event wahrnehmen, sondern als Alternative zum Fitnessstudio“.

Diese Themen kamen auch im Workshop aufs Tapet. Gesprochen wurde darüber, dass man für Menschen ab 70 Jahren Angebote in Seniorenheimen erstellen solle. Auch der Zusammenschluss von Jugendabteilungen verschiedener Vereine müsse besprochen werden. Übungsleiter könnten dadurch gewonnen werden, dass Vereine ihre Trainingsstunden so koordinierten, dass ein Leiter gleich mehrere Trainings hintereinander in derselben Gegend absolvieren könne. Im Gegensatz zu den Sportvereinen sind beim Gartenbau- und Verschönerungsverein Kommern die Senioren das Pfund, mit dem der Verein wuchern kann. „Die 50-Jährigen sind bei uns die Jugendlichen“, so der Vorsitzende Johannes Ley in seinem Vortrag. „Wer sonst soll die zeitintensive Arbeit machen, wenn nicht die Rentner?“ Dennoch habe der Verein „indirekten Nachwuchs“, da er eng mit dem Junggesellenverein kooperiere. Mit den Kindern der Kommerner Grundschule kümmere man sich außerdem um Erntekrone, Schulgarten und die Blumenkästen an den zahlreichen Brückengeländern des Ortes. Seit 2003 bestehe mit der Stadt Mechernich ein Vertrag über die Pflege der Dorf-Grünflächen. Laut Ley einer der Vorteile: „Das Wissen des Bauhofs wird durch die Zusammenarbeit auf uns übertragen.“

workshop2

Johannes Ley berichtete  aus seinem Erfahrungsschatz mit dem Kommerner Gartenbauverein.