Kommern. Die Schotterfläche ander Dr. Josef-Tils-Straße hat es den sieben Männern angetan: Nach einem genauen Plan entfernen sie an manchen Stellen den groben Schotter, schneiden Kreuze in die darunter liegende Plastikfolie und setzen Erika oder Besenheide ein.

Der Gartenbau- und Verschönerungsverein um Vorsitzenden Peter Hein, Vize Johannes Ley und Geschäftsführer Heinrich Büsch hat vor wenigen Wochen die Pflege des gut 1200 Quadratmeter großen Platzes übernommen. Jetzt sind sieben Mitglieder des rührigen Vereins dabei, die Beete neu zu gestalten, wie Geschäftsführer Büsch und Vize Johannes Ley erläutern. Dabei überlassen die rüstigen Rentner nichts dem Zufall. So ist der Standort jeder einzelnen Pflanze mit dem städtischen Bauhof abgestimmt. „Reiner Metternich vom Mechernicher Bauhof hat für uns einen genauen Plan ausgearbeitet, wie der Platz später aussehen soll“, so Büsch. So wird ein Heidegarten auf der Schotterfläche angelegt. Darin werden zwei Zwerghemlocktannen, drei Zwergwacholder, zwei Kriechkiefern und fünf Bauernhortensien gepflanzt.

Drei der vier Beete werden die Männer vom Gartenbau- und Verschönerungsverein neu gestalten. Der Platz, den der Sohn des Namensgebers der Dr. Josef-Tils-Straße, Dr. Herbert Tils, den Bewohnern des Baugebiets gestiftet hat, musste nach drei Jahren ehrenamtlicher Pflege durch die Anliegergemeinschaft von Grund auf erneuert werden.

Die Anlieger waren mit der fachgerechten Pflege einer solch großen Fläche schlichtweg überfordert, drückt es Johannes Ley diplomatisch aus. Lediglich Richard Ströder, der sich dem Gartenbauverein angeschlossen hat, wirkt noch an der Pflege des Platzes mit. Gestern waren zudem auch Josef Schäfer, Franz-Josef Hein und Wilfried Knapper auf der weitläufigen Fläche aktiv.

Überhaupt, so Büsch und Ley, habe der Verein mit der Stadt einen Pflegevertrag abgeschlossen und pflege fast alle Grünflächen im Ort, sorge für die Bepflanzung der Blumenkästen auf den Brücken und kümmere sich noch um viele weitere Belange des Ortes. „Wir stellen auch sicher, dass die 83 hölzernen Ruhebänke stets „in Schuss“ sind. Wir schleifen sie regelmäßig und streichen sie neu“, so der 75-jährige Johannes Ley. Und fügt lachend hinzu: „Rentner müssen sich bewegen.“ Danach schleppt er wieder einen Sack Blumenerde herbei, weil die Pflanzlöcher in der Folie gefüllt und bepflanzt werden sollen. Auch heute wird das Team noch mit dem Dr. Josef-Tils-Platz beschäftigt sein und weitere Pflanzen in den Beetflächen einsetzen.

Kölnische Rundschau

 

PDF: Dr. Tils-Plaatz, Rundschau